Neue Studien zeigen: Walnüsse als Omega‑3‑Quelle unterstützen die Gehirnentwicklung bei Kindern und Jugendlichen

Zwei neue Studien belegen erneut die wichtige Rolle der Ernährung während der Schwangerschaft für die geistige Entwicklung von Kindern – und zeigen, dass dieser Einfluss weit über die Babyzeit hinaus bis ins Jugendalter reicht.

Wissenschaftlicher Hintergrund

In einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, fanden Wissenschaftler heraus, dass ein höherer Verzehr von Nüssen und Fisch während der Schwangerschaft mit einer verbesserten neuropsychologischen Funktion der Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren einhergeht. Eine ergänzende Studie, veröffentlicht in European Child & Adolescent Psychiatry, zeigte zusätzlich, dass Kinder im Alter von 11 Jahren weniger dazu neigten, impulsive und risikobehaftete Entscheidungen zu treffen, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft regelmäßig Nüsse und Fisch konsumierten.

Studiendesign

Untersucht wurden über 1.700 Mutter‑Kind‑Paare aus vier spanischen Regionen. Die mütterliche Ernährung wurde mithilfe eines Fragebogens zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme analysiert, während die kognitive Leistung und Aufmerksamkeitsfähigkeit der Kinder standardisiert getestet wurde – unter anderem in Bereichen wie Reaktionszeit, Arbeitsgedächtnis und fluide Intelligenz.

Zentrale Ergebnisse

  • Kinder von Müttern mit hohem Konsum an Nüssen und Fisch in der Schwangerschaft erzielten durchweg bessere Ergebnisse bei Tests zur Aufmerksamkeit, zum Arbeitsgedächtnis und zur exekutiven Kontrolle – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter.
  • Diese Kinder neigten auch weniger zu impulsivem oder risikoreichem Verhalten in der frühen Pubertät.

Einordnung der Nährstoffe

Als Schlüsselnährstoffe wurden Omega‑3‑Fettsäuren identifiziert, die reichlich in fettem Fisch und Walnüssen vorkommen. Walnüsse sind unter den Baumnüssen einzigartig, da sie eine hervorragende pflanzliche Quelle der Omega‑3‑Fettsäure ALA (Alpha‑Linolensäure) darstellen – mit 2,7 Gramm pro 28‑Gramm‑Portion.
Obwohl sich keine der beiden Studien ausschließlich auf Walnüsse konzentrierte, untermauern beide die Bedeutung von nährstoffreichen Lebensmitteln wie Nüssen als Teil einer ausgewogenen pränatalen Ernährung.

Referenzen

  1. Pinar‑Martí A. et al. (2025): Maternal prenatal nut and seafood consumption and child neuropsychological function from 4 to 15 years of age. American Journal of Clinical Nutrition.
  2. Rivera M. R. et al. (2025): Maternal nut and fish consumption during pregnancy and child risky decision‑making at 11 years old. European Child & Adolescent Psychiatry.